Bergbahnen Wildhaus: Wie weiter?

An der heutigen Medienkonferenz thematisierten die Verantwortlichen der Bergbahnen Wildhaus AG das gemeinsame Winterticket, den Stand beim Projekt Wildhaus 2.0 sowie das feindliche Übernahmeangebot der Toggenburg Bergbahnen AG.

Eine Bewertungsanalyse der Hochschule Luzern kommt dabei zum Schluss, dass das von den Chäserruggbahnen vorgeschlagene Austauschverhältnis der Aktien ökonomisch nicht zu rechtfertigen sei. Die Differenz zwischen dem Angebot der Chäserruggbahnen an die Wildhauser Aktionäre und dem objektiv errechneten Wertverhältnis ist sehr gross: Der Studienverfasser, Prof. Dr. Lütolf, kommt zum Schluss, dass die Aktien der Bergbahnen Wildhaus AG nicht etwa weniger, sondern deutlich mehr Wert sind als diejenigen der Chäserruggbahnen.

Die Bergbahnen Wildhaus befürworten, wie bereits mehrfach kommuniziert, einen Fusionsprozess auf Augenhöhe. Ein solcher wird von den Chäserruggbahnen jedoch kategorisch abgelehnt.

Die von der Regierung des Kantons St. Gallen blockierten Bundesgelder zwingen die Bergbahnen Wildhaus AG, die Realisation des Projekts Wildhaus 2.0 um ein Jahr zu verschieben. Die Aufrechterhaltung dieser Blockade ist für den Verwaltungsrat unverständlich, weil die beantragten 5 Millionen Franken eine eigentliche touristische Initialzündung darstellen. Mit den NRP-Geldern wird nicht nur ein direktes Gesamtinvestitionsvolumen von 15 Millionen Franken ausgelöst, sondern eine indirekte Wertschöpfung von 30 bis 40 Millionen Franken angestossen. «Für uns ist nur sehr schwer nachvollziehbar, dass der Regierungsrat dies nicht als Chance erkennt und die Gelder dementsprechend freigibt,» meint dazu Verwaltungsratspräsident Dr. Jakob Rhyner.

Der Verwaltungsrat bedauert den negativen Entscheid sehr und zitierte an der Medienkonferenz Prof. Dr. Christian Lässer von der HSG in St. Gallen. Es sei eine Stärke der Politik, wenn sie Entscheide korrigieren könne, meinte Lässer jüngst in der Ostschweiz am Sonntag zum gleichen Thema. Weil die durch den Kanton geforderten Bedingungen objektiv nicht erfüllbar sind, wurde für das Nein des Kantons eine beschwerdefähige Verfügung eingefordert. 

Hier finden Sie die ausführliche Medienmitteilung.

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